Muttersprachliche Sozialberatung für türkischsprachige Frauen, auch Beratung in anderen Sprachen mit Übersetzerin möglich. (Hier ist die vorherige Terminvereinbarung nötig).


Bei diesem Angebot der Frauenberatungsstelle, das sich an türkischsprachige Frauen und Frauen mit islamischem Hintergrund richtet, stellen wir eine deutlich wachsende Nachfrage fest.


Zahlreiche Schritte, die auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben notwendig sind, können für Klientinnen, die kaum Deutsch sprechen, eine unüberwindbare Hürde darstellen oder eine notwendige Trennung verhindern. Dem individuellen Bedarf entsprechend begleitet Leyla Baran Klientinnen beispielsweise zu Terminen bei Gericht, zur Polizei, zur Sozial- und Jugendbehörde, zum Jobcenter oder zum Bürgerbüro. Sie berät und unterstützt bei der Wohnungssuche und dem Abschluss von Mietverträgen, erledigt Telefonate mit Ämtern, übersetzt Behördenbriefe und hilft beim Ausfüllen von Formularen oder Anträgen.

Alle Angebote erfolgen mit der Zielsetzung einer Hilfe zur Selbsthilfe, weshalb auch auf eine Vermittlung von Frauen in Deutschkurse besondere Priorität gelegt wird.

Im  vergangenen Jahr zeigte sich eine deutliche Zunahme des Bedarfs an muttersprachlicher Unterstützung. Ohne ausreichende Sprachkenntnis ist es vielen Frauen kaum möglich, sich über ihre Rechte oder über Hilfsangebote zu informieren bzw. diese zu nutzen. Um dieser Nachfrage besser gerecht werden zu können, wird seit diesem Jahr für Migrantinnen jede Beratung bei vorheriger Vereinbarung auch mit einer Übersetzerin in arabischer, türkischer, spanischer, griechischer oder polnischer Sprache angeboten.


(Leyla Baran – Mitarbeiterin der Frauenberatungsstelle)