Pressemitteilung der Frauenunion

 

Frauen Union Karlsruhe-Stadt im Austausch mit dem Verein zum Schutz misshandelter Frauen und deren Kinder e.V. Der Besuch der Frauen Union Karlsruhe am 14. März bei der Frauenberatungsstelle des Vereins zum Schutz misshandelter Frauen und deren Kinder e.V. in der Kriegsstr. 148 hat interessante Einblicke nicht nur in die Einrichtung selbst, sondern auch in Organisation und Arbeitsfelder des Vereins, der auch Träger eines der beiden Frauenhäuser in Karlsruhe ist, gegeben. „In der offenen Gesprächsatmosphäre konnten wir ganz neue Einblicke in Struktur und Alltagsarbeit des Vereins sowie der beiden Einrichtungen, Frauenberatungsstelle und Frauenhaus, erhalten. Die Arbeit, die die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder des Vereins und den angestellte Mitarbeiterinnen der Einrichtungen leisten, ist bemerkenswert. Frauen und Kinder, die aus konfliktreichen Beziehungen, in denen sie Opfer physischer oder auch psychischer Gewalt geworden sind, entfliehen, haben in der Frauenberatungsstelle eine wichtige Anlaufstelle und notfalls im Frauenhaus auch vorübergehenden Schutz. Die Frauenberatungsstelle erfüllt eine ganz zentrale Arbeit, die Rechtsanwältinnen oder Justiz so nicht leisten können. Rechtsanwälte beraten die Betroffenen über ihre rechtlichen Möglichkeiten. Polizei und Gerichte können Schutzmaßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz anordnen. Aber die Frauen in ihrer ersten Not aufzufangen, ihnen Anleitung zur Selbsthilfe zu geben, beispielsweise durch Hilfestellung bei Anträgen zum Gewaltschutzgesetz wie Wohnungszuweisung und Näherungsverbot, leistet allein die Frauenberatungsstelle“, hebt die Vorsitzende der Frauen Union Karlsruhe-Stadt, Dr. Rahsan Dogan hervor. Stadträtin Karin Wiedemann ergänzt: „Das in der Frauenberatungsstelle angesiedelte Kinderprojekt, wo Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 – 17 Jahren, die unter konfliktreichen Elternbeziehungen leiden, in wöchentlicher sozialpädagogischer Betreuung geholfen wird, ist in Karlsruhe in dieser Form einmalig. Kinder können sich dort auf Verschwiegenheit verlassen und im geschützten Raum ihre Probleme berichten. Wichtig ist, dass betroffene Kinder auch kurzfristig einen Termin bekommen. Wir werden diese guten Projekte des Vereins daher auch in Zukunft politisch unterstützen!“ Die Vorsitzende des Vereins zum Schutz misshandelter Frauen und deren Kinder Gabriele Schneider betont, dass die Einrichtungen und Projekte vor allem durch Spenden und Zuschüsse finanziert werden. „Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit von unseren Einrichtungen weiß und betroffene Frauen die Anlaufstellen kennen. Ohne die Unterstützung durch Politik und Gesellschaft kann vielen betroffenen Frauen und Kindern nicht geholfen werden. Und der Bedarf an Schutz ist groß, die Plätze im Frauenhaus reichen nicht mehr aus, da die Zahl der Schutzsuchenden steigt.“ Die Geschäftsstellenleiterin des Vereins Ulrike Stihler weist darauf hin, dass Wohnungssuche ein echtes Problem darstellt und in Einzelfällen sogar die Gefahr besteht, Frauen, die nach langem Aufenthalt im Frauenhaus keine Wohnung finden, in die Obdachlosigkeit entlassen zu müssen. „Das Problem der Wohnungssuche bereitet uns große Sorge. Hier besteht echter Handlungsbedarf!“ so Ulrike Stihler.

Unterstützung für Kinder Alleinerziehender Mütter

 Der "Verein zum Schutz misshandelter Frauen und deren Kinder e. V." hat ein Kinderprojekt eingerichtet. Es zielt auf die emotionale und psychosoziale Unterstützung für Kindern, die viel häusliche Gewalt erlebt haben und oft auffällig geworden sind. Hierbei neue Perspektiven zu erarbeiten, Selbstvertrauen wieder neu aufzubauen, Erlebtem Raum zu geben und Gefühle wieder zu erkennen und zu benennen, ist Ziel dieser Maßnahme. Die Getrud Maria Doll Stiftung unterstützt den Verein durch die Förderung der Personalkosten. Damit wird bei der stark nachgefragten Beratung ein zusätzlicher Beratungstag ermöglicht.

 

 

Pressemitteilung der Deutschen Kinderhilfe e.V.:

 

Berlin, 01. Juni 2018

Deutsche Kinderhilfe e.V. spendet anlässlich des Internationalen Tag des Kindes 1.000 Euro an den Verein zum Schutz misshandelter Frauen und deren Kinder e.V. in Karlsruhe für das „Pädagogische Spiel- und Gesprächsangebot für von Gewalt betroffene Kinder - Kinderprojekt -„.

 

Im Rahmen ihrer „Aktion Kinderlachen“ unterstützt die Deutsche Kinderhilfe den Verein mit 1.000 Euro bei seiner Arbeit für von Gewalt betroffene Frauen und vor allem deren Kinder. Artemis Furch und Katja Werner von der Deutschen Kinderhilfe besuchten den Verein mit einem Spendenscheck und einem Satz von 18 Märchenbüchern für das Spielzimmer

 

Die zweite Vorsitzende vom Verein zum Schutz misshandelter Frauen und deren Kinder e.V. sowie Frau Stihler und Frau Krebs vom Team zeigten sich von der Spende hoch erfreut: „Wir danken der Deutschen Kinderhilfe sehr für diese Unterstützung, die den Kindern, die in unserer Beratungsstelle betreut werden, zugutekommen wird.“

 

Der Verein berät und unterstützt Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind durch die Unterhaltung einer Beratungsstelle sowie eines Frauenhauses. In diesem Rahmen wurde auch das Kinderprojekt der Frauenberatungsstelle ins Leben gerufen. Das Kinderprojekt richtet sich direkt an Kinder und Jugendliche aus der Stadt und dem Landkreis im Alter zwischen vier und 17 Jahren, die Zeuge von häuslicher Gewalt wurden oder selbst davon betroffen waren. Das Miterleben von häuslicher Gewalt und der damit verbundenen Ereignisse wie z. B. eines Polizeieinsatzes in der eigenen Wohnung oder der späteren Trennung der Eltern stellt gerade für Kinder und Jugendliche eine große Belastung dar. Das Kinderprojekt bietet hier individuelle Unterstützung bei der psychologischen Aufarbeitung der Geschehnisse.

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir dem Verein zum Schutz misshandelter Frauen und deren Kinder bei seiner schwierigen Aufgabe – gerade mit den Kindern – helfen können“, sagte Artemis Furch, Leiterin des Hauptstadtbüros der Deutschen Kinderhilfe und zuständig für die Aktion Kinderlachen. Katja Werner, Referentin für Gewaltschutz und Recht der Deutschen Kinderhilfe, meinte dazu „Vor allem freue ich mich sehr, dass gerade hier, in meiner Heimat unsere Unterstützung an Kinder gehen wird, die schon schmerzhaftes erleben mussten. Die Jungen und Mädchen haben es verdient, ihr Leben gewaltfrei zu genießen.“

 

Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe, sendete als Grußwort: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer Spende für das Kinderprojekt mit dafür sorgen können, dass nicht nur Frauen, sondern auch Kinder und Jugendliche in Karlsruhe einen sicheren Hafen finden können – jemanden, der sich um sie kümmert und sich für ihre Belange einsetzt“.

 

Der Deutschen Kinderhilfe ist es ein Herzensanliegen, über ihre „Aktion Kinderlachen“ und gerade zum Internationalen Tag des Kindes überall in Deutschland Kindern und Jugendlichen in den verschiedensten Situationen und Lebensumständen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und Kindern, die häusliche Gewalt erleben mussten etwas Freude oder Entspannung zu schenken.

 

Deutsche Kinderhilfe e.V. – Die ständige Kindervertretung:

Die Deutsche Kinderhilfe ist eine von staatlicher Förderung unabhängige Kinderschutzorganisation. Sie setzt sich aktiv und überparteilich für den Schutz und die Rechte aller Kinder in Deutschland ein.

 

 

Pressekontakt

Deutsche Kinderhilfe e.V.

Telefon: 030 24 34 29 40

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